Pfadfinderbund Weltenbummler Stamm Dompfaff Pfeffenhausen AbG Seewolf Mainburg
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Was ist ein Aktivspielplatz?

Allgemeines

Abenteuerspielplätze stehen in der Regel unter der Aufsicht von gemeinnützigen Vereinen oder kommunalen Trägern. Typische Merkmale sind Hüttenbaubereiche, Feuerstellen, abwechslungsreiche Geländemodellierung und außergewöhnliche selbstgebaute Spielgeräte. Beispiele hierfür sind Grabenbrücken, extra lange Rutschen, besonders hohe Klettergerüste und Holzbauten, die mit anderen Spielgeräten z. B. über Seilbrücken oder Kletterspinnen verbunden sind.

Abenteuerspielplätze lassen sich als Naturräume im Freien, als Erlebnislandschaften in der Turnhalle, aber auch in Form von Dunkelräumen als „Abenteuerspielplatz der Sinne“ gestalten.

Da die Plätze in der Regel pädagogisch betreut sind, können sie Spielgeräte anbieten, die nicht den Spielgeräte-Normen unterworfen bzw. vom TÜV geprüft sind. Die spielerische Herausforderung stärkt die Geschicklichkeit und das Eigensicherungsvermögen der Kinder und verhindert dadurch das Unfallrisiko weitgehend.

Pädagogische Bedeutung

Naturnahe Erfahrungsbereiche, Materialien und Werkzeuge bieten starke Anreize für vielseitige und schöpferische Aktivitäten, für Spiel und Spaß, für Bewegung und soziales Lernen.

Die Pädagogische Zielsetzung verfolgt die individuale und soziale Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Dazu gehören Neugier, Mut, Geschicklichkeit, Kreativität, Selbstständigkeit und Eigeninitiative, kognitive, emotionale und motorische Kompetenz, lösungsorientiertes Denken, Verantwortungsbewusstsein, Partnerschaftlichkeit und Solidarität. Die Kinder sollen selbst tätig werden und ihre Freizeit sinnvoll gestalten. Um diese Zielvorstellungen zu erreichen, ist nach Auffassung der Spielwissenschaftler Siegbert A. Warwitz und Anita Rudolf eine Rückkehr zu den Wurzeln des Spielens notwendig, zu Spiellandschaften, Spielgeräten und Spielformen, welche die Kinder ganzheitlich fordern. Die Spielenden sollten nicht zu Konsumenten kommerziellen Spielguts, sondern zu eigenständigen Gestaltern ihrer Spielwelt werden. Dies erst macht den wahren Wert des Spielens aus.

Abenteuerpädagogik realisiert sich weitestgehend im Sinne einer Wagniserziehung. Sie bietet spannungsreiche, auch gefahrvolle Situationen und Aufgaben, die den vollen mentalen, emotionalen und physischen Einsatz fordern, aber auch mit Glückserlebnissen belohnen. Abenteuerspielplätze haben daher einen hohen Erziehungswert. Dieser trifft sich mit einer erheblichen Attraktivität für Kinder und Jugendliche, die Spannungsreize, persönliche Herausforderungen und außergewöhnliche Erlebnisse suchen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Abenteuerspielplatz

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© Sandra Bauer